Neophytenbekämpfung in Effingen. © creaNatira GmbH creaNatira GmbH
11.05.2026 Umweltpolitik

Zivildiensteinschränkung schadet dem Naturschutz

Pro Natura Abstimmungsempfehlungen

Zivildiensteinsätze für Umwelt- und Naturschutz leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Pro Natura lehnt die Verschärfung des Zivildienstgesetzes, über die am 14. Juni abgestimmt wird, deshalb ab. Zudem empfiehlt sie ein Nein zur «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Initiative und zur Ernährungsinitiative.

Als oberstes Gremium der Naturschutzorganisation hat der Delegiertenrat von Pro Natura die Stimmempfehlungen für anstehende Abstimmungstermine beschlossen. Er empfiehlt dreimal Nein: zur Verschärfung des Zivildienstgesetzes, zur «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Initiative und zur Ernährungsinitiative.

Zivildienst als wichtige Stütze des Naturschutzes

Jährlich leisten Hunderte von Zivildienstleistenden Zehntausende von Einsatztagen im Umwelt- und Naturschutz. Für Pro Natura und andere Naturschutzorganisationen sind sie eine essenzielle Unterstützung bei der Schaffung und Pflege von Schutzgebieten und Erholungsräumen für Natur und Mensch. Die Verschärfung der Zulassung zum Zivildienst droht die Einsatztage im praktischen Naturschutz zu reduzieren und dieses wichtige Engagement zu schwächen. Pro Natura empfiehlt deshalb die Verschärfung des Zivildienstgesetzes am 14. Juni abzulehnen.

Suffiziente Wirtschafts- und Agrarpolitik gefordert

Auch die «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Initiative, über die ebenfalls am 14. Juni abgestimmt wird, empfiehlt Pro Natura zur Ablehnung. Entgegen ihrem Marketing-Namen ist es eine Migrationsvorlage, die nichts mit ökologischer Nachhaltigkeit zu tun hat. Nicht die Anzahl Menschen, die in der Schweiz leben, ist entscheidend für den Schutz der Natur in der Schweiz, sondern wie diese konsumieren, produzieren und bauen. Im Rahmen von Raumplanungs-, Biodiversitäts- und Landwirtschaftspolitik setzt sich Pro Natura deshalb für eine suffiziente Gesellschaft innerhalb der planetaren Grenzen ein, welche die natürlichen Lebensgrundlagen schont und einen nachhaltigen Lebensstil für alle ermöglicht.

Zur Ernährungsinitiative, über die voraussichtlich Ende Jahr abgestimmt wird, hat Pro Natura ebenfalls die Nein-Parole gefasst. Die Initiative vermochte leider nicht, die dringend nötige, breite Diskussion über die Zukunft des Schweizer Ernährungssystems zu lancieren, die man sich erhofft hatte. Im Rahmen der Agrarpolitik setzt sich Pro Natura weiterhin konstruktiv und tatkräftig für tragbare Tierbestände, weniger Pestizide und ein Ernährungssystem ein, welches mit sinnvollen Anreizen arbeitet. 

Weitere Informationen:

Kontakt:

  • Stefan Kunz, Abteilungsleiter Politik & Internationales, 079 631 34 67,
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  • Nathalie Rutz, Medienverantwortliche, 079 826 69 47,
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