Lichter Wald in Dättlikon

© Pro Natura Schaffhausen

Aktion Spechte & Co. ZH/SH

40 Prozent aller in der Schweiz bekannten Pflanzen, Tiere, Flechten, Moose und Pilze leben im Wald oder am Waldrand. Deshalb möchten Pro Natura Zürich und Schaffhausen zusammen mit Partnern in den nächsten Jahren die Lebensbedingungen und Vielfalt der Arten im Wald verbessern.

Der Rückgang der Artenvielfalt und Lebensräume ist im Wald noch nicht so dramatisch wie anderswo. Aber nicht alles ist in bester Ordnung. Arten, welche zum Beispiel in Naturwaldreservaten vorkommen, oder solche, welche auf dicken alten Bäumen leben, haben zunehmend Schwierigkeiten, ihren geeigneten Lebensraum zu finden.

Daher setzt sich Pro Natura ab 2020 gemeinsam mit Partnern für vielseitige und artenreiche Waldlebensräume ein: Naturwälder, in denen natürliche Entwicklungsprozesse zugelassen werden, aber auch Nutzwälder, in denen traditionelle Bewirtschaftungsformen gepflegt und weiterentwickelt werden.

Mit gezielten Fördermassnahmen wollen wir das Überleben anspruchsvoller Arten ermöglichen. Zum Beispiel, indem Totholz oder dicke Bäume stehen gelassen werden, indem Lichtungen geschaffen oder bestimmte Baum- und Straucharten gepflanzt werden, die gefährdeten Tierarten als Futterpflanzen dienen. Entsprechende Projekte wollen wir innerhalb und ausserhalb von Pro-Natura-Schutzgebieten umsetzen.

Auf dieser Seite werden wir in regelmässigen Abständen über den Verlauf der Aktion informieren. Informationen zu Projekten der Aktion Spechte & Co. ZH/SH finden Sie weiter unten.

Fragen? Ideen? Kritik? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!
 

Evelyn Kamber, Projektleiterin Aktion Spechte & Co. ZH/SH
@email
044 463 07 74



Vortritt Fledermäuse!

Wasserfledermaus © Fledermausschutz.ch © Fledermausschutz.ch

Der Lebensraum der Fledermäuse im Wald hat sich verändert: Wo vormals eher hallenartige Wälder das grosse Bild der Wälder beherrschten, hat eine Änderung der Waldbewirtschaftung für mehr Licht im Wald gesorgt. Viele kleine Bäume und Sträucher bedecken heute den Boden. Dadurch haben Fledermausarten, die am Boden nach Käfer jagen, ihre Jagdgründe verloren. Auch die Fledermaushöhlen in den Bäumen sind nicht mehr gut anfliegbar und können nicht mehr bewohnt werden.

Im Rahmen der «Aktion Spechte & Co.» sucht Pro Natura zusammen mit dem Forstdienst deshalb nach geeigneten Flächen, auf denen der Unterwuchs zurückgeschnitten wird. So entsteht wieder eine hallenartige Struktur, welche besser angepasst ist an die Bedürfnisse der verschiedenen Fledermausarten.

Eine erste Fläche im Rheinhartwald konnten wir 2021 in Zusammenarbeit mit Grün SH bereits aufwerten.