Kanadische Goldrute © Matthias Sorg

Stopp den invasiven gebietsfremden Pflanzen im Garten

Manche eingeschleppten Pflanzenarten (Neophyten) bedrohen die heimische Biodiversität. Helfen Sie der Artenvielfalt in der Schweiz mit heimischen Wildpflanzen.

Sommerflieder, Kirschlorbeer und Nordamerikanische Goldrute: In vielen Gärten blühen diese nicht-einheimischen Pflanzen. Ob man sie mag, ist Geschmackssache. Sicher ist, dass alle drei als invasive Pflanzen unsere Natur bedrohen.

Was sind invasive Neophyten?

Als Neophyten bezeichnet man jene Pflanzen, die Menschen seit der Entdeckung Amerikas 1492 gezielt oder zufällig in fremde Gebiete einführten. Diese neuen Lebensräume wären von den Pflanzen auf natürliche Art und Weise nicht besiedelt worden. Von den knapp 3000 wildlebenden Pflanzenarten in der Schweiz sind gegen 600 Neophyten.

Einige dieser fremden Pflanzen breiten sich so stark aus, dass sie einheimische Arten verdrängen - sie verhalten sich "invasiv". Sie wachsen oft rasend schnell und verbreiten sich äusserst effizient. Das liegt hauptsächlich daran, dass diesen Arten bei uns natürliche Feinde oder Krankheiten fehlen. So verdrängen die Neophyten die heimische Pflanzenwelt. Dadurch geraten auch jene Tierarten in Bedrängnis, die auf einheimische Pflanzen angewiesen sind, zum Beispiel die Raupen mancher Schmetterlinge.

Neophyten - auch in meinem Garten?

Viele invasive Neophyten sind ursprünglich als Zierpflanzen eingeführt. Menschen nutzten diese in ihren Privatgärten als hübsche Abwechslung. Doch diese Arten machen vor Gartenzäunen nicht Halt - sie wildern aus. Unsere Bitte an Sie: Entfernen Sie invasive Neophyten aus Ihrem Garten. Beachten Sie dabei die Entsorgungs- und Kompostierungsmöglichkeiten in Ihrer Gemeinde...

Zu diesem Thema gibt es auch ein Faltblatt mit Titel «Invasive Neophyten im Garten». Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne mehrere Exemplare zu. Bitte nehmen Sie mit uns per E-Mail Kontakt auf.




So kann ich Neophyten ersetzen

Nach der Arbeit kommt das Vergnügen: Bereichern Sie Ihren Garten nach dem Roden mit vielfältigen einheimischen Wildpflanzen. Achten Sie beim Kauf der Pflanzen darauf, dass sie aus Ihrer Region stammen und es sich um keine Zuchtformen handelt. Am besten stützen Sie sich auf den wissenschaftlichen (lateinischen) Pflanzennamen, um Verwechslungen zu vermeiden. Erkundigen Sie sich, welche Bodenbeschaffenheit und welche Lichtverhältnisse die Pflanzen bevorzugen.

Heimische Wildpflanzen: Schön und wertvoll

Mit der Wahl einheimischer Pflanzen für Ihren Garten fördern Sie die Artenvielfalt. Jede Wildpflanze bietet Nahrung für bestimmte Tierarten und lockt diese an. Je grösser die Pflanzenvielfalt, desto grösser ist auch die Vielfalt an Tieren in Ihrem Garten.

Nicht nur der ökologische Wert einheimischer Pflanzen ist deutlich höher als der von Neophyten. Auch an Farben und Formen übertrumpfen die zahlreichen einheimischen Pflanzen viele Neophyten mit Leichtigkeit. Wir wünschen Ihnen entspannende Stunden in Ihrem bunten Naturgarten!

Bestellen Sie bei uns den reich bebilderten Flyer "Invasive Neophyten im Garten".

Eine Auswahl einheimischer Ersatzpflanzen

Das könnte sie auch interessieren