Alpen-Mannstreu © Gregor Kozlowski

Mehr blühende Alpenmannstreu durch gute Bewirtschaftung

Die blau blühende, distelähnliche Pflanze ist in Gefahr. Viele Bestände sind durch das Pflücken und Ausreissen sowie durch Überweidung oder Verbuschung bedroht.

Der Alpen-Mannstreu bevorzugt frische, tiefgründige, kalkreiche Böden an steinigen, sonnigen und meist steilen Hängen. In der Schweiz kommt er in den westlichen Voralpen  und im Graubünden zwischen 1400 und 2100 Metern vor. Diese Lebensräume verbuschen zunehmend, weil sie nicht mehr beweidet oder gemäht werden. Wenn der Alpen-Mannstreu jedoch zu dicht über dem Boden abgefressen wird, verliert er an Kraft, kann sich nicht vermehren und stirbt mit der Zeit ab. Es gilt deshalb, ein Gleichgewicht zwischen zu geringer und zu intensiver Nutzung zu finden.

Seit 2012 engagiert sich Pro Natura zusammen mit den Naturfachstellen der Kantone Fribourg und Graubünden dafür, 9 bedrohte Alpenmannstreupopulationen mit angemessenen Bewirtschaftungsverträgen langfristig zu sichern – oder sogar zu vergrössern. Es braucht keine Beweidung oder Mahd, bevor die Pflanzen abgesamt haben. Der Botanische Garten Freiburg sammelte zusätzlich Samen im Kanton Fribourg und pflegt Setzlinge, die in den nächsten Jahren die Ursprungspopulationen verstärken sollen.

Das Projekt zeigt Erfolge: nach einigen Jahren einer guten Bewirtschaftung blühen zum Beispiel auf der Alp Bonaudon im Kanton Fribourg oder in Mura im Kanton Graubünden wieder zahlreiche Alpenmannstreu.

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