Pro Natura Naturschutzgebiet «Marais des Monod près de Pampigny» © Benoît Renevey

Elisabeth und Oscar Beugger-Preis

Mit dem Elisabeth und Oscar Beugger-Preis prämieren wir jedes zweite Jahr herausragende Projekte im Natur- und Landschaftsschutz.

Pro Natura verleiht den Elisabeth und Oscar Beugger-Preis im Namen der Emanuel und Oscar Beugger-Stiftung an private oder öffentlich-rechtliche Institutionen. Den Preis vergeben wir alle zwei Jahre an beispielhafte Naturschutzprojekte in der Schweiz. Dabei zeichnen wir ausserordentliche Bemühungen in den Sparten «Artenschutz und Artenförderung», «Schutzgebiete» und «Landschaftsschutz» aus. Der mit 50‘000 Franken dotierte Preis ist einer der bedeutendsten Naturschutzpreise unseres Landes.

Beugger-Preis 2022 – Wir suchen Projekte für mehr Wildnis

Viele Tier- und Pflanzenarten brauchen für ihr Überleben Naturräume, in welchen der Mensch nicht in die natürlichen Prozesse eingreift. In liegengelassenem Totholz etwa, leben unzählige Käferarten, an naturbelassenen Kiesufern fühlt sich der Kiesbank-Grashüpfer wohl. Der Biber wiederum gestaltet in den Flussauen ganze Lebensräume für Tiere und Pflanzen neu.

Pro Natura sucht für die Preisverleihung 2022 im Auftrag der Emanuel und Oscar Beugger-Siftung beispielhafte Projekte für eine freie, dynamische Naturentwicklung. Diese ist nicht nur im Hochgebirge und in abgelegenen Alpentälern möglich. «Wilde Ecken» sind in jeder Region realisierbar: In Wäldern und Mooren, an Fliessgewässern – oder aber direkt vor unserer Haustüre, beispielsweise in Parks und auf Friedhöfen oder auf Brachen und Grünflächen im Siedlungsgebiet.

Eingabeschluss für Projekte ist der 4. November 2021.

Bisherige Preisgewinner und ihre Projekte

  • «Landschaftsprojekt im Oberen Tösstal» des Vereins Schmetterlingsförderung im Kanton Zürich (2020).
  • «Nachtlandschaft Gantrisch» des Fördervereins Region Gantrisch (BE/FR) und «Emissionsreduzierte öffentliche Beleuchtung» der Gemeinde Fläsch (GR) zum Schutz der Tierwelt vor Lichtverschmutzung (2018)
  • Förderung des Gartenrotschwanzes in der Stadt La Chaux-de-Fonds (2016)
  • «Vernetzungsprojekt Höfe» im Kanton Schwyz für die Schaffung neuer Feuchtgebiete (2014)
  • Gemeinde Mörel-Filet (VS) für ihre ökologische Alpaufwertung (2012)
  • Kanton Uri für sein Wildheu-Förderprogramm «Wildheu Uri» (2010)
  • Fondazione Bolle di Magadino für das Aufwertungsprojekt des Ticino-Deltas (2008)

Header-Bild: Pro Natura Schutzgebiet «Le Marais de Monod» im Kanton Waadt © Benoît Renevey