Blühende Böschung c Larissa von Buol

Blühende Borde Zug

Das Projekt «Blühende Borde für Zug» hat Fahrt aufgenommen. Während zwei Monaten hat Pro Natura Böschungen aufgesucht, bewertet und inventarisiert.

Artenreiche Böschungen sollen mehr biologische Vielfalt in unser Kulturland bringen: Das ist das Ziel des Projektes «Blühende Borde für Zug». Die Basis bildet eine Bestandesaufnahme: In einem Böschungsinventar wird erfasst, wie es um die Borde im Kanton steht. 

Im Mai startete Pro Natura mit der Kartierung von Böschungen in den Gemeinden Cham, Hünenberg und Risch-Rotkreuz. Dabei suchten wir alle ökologisch wertvollen und potenziell wertvollen Böschungen in diesen Gebieten auf. Wir erfassten unter anderem typische Magerwiesenarten sowie geschützte Pflanzen und dokumentierte Strukturen wie Trockenmauern, Holz- oder Steinhaufen. Insgesamt wurden so 72 Böschungen aufgenommen und inventarisiert. 

Das entstandene Inventar zeigt: Ein kleiner Teil der aufgenommenen Böschungen hat bereits einen hohen ökologischen Wert und bietet verschiedenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Unter anderem wurden Zauneidechsen, Feldgrillen und verschiedene Tagfalter gesichtet. 

Um die meisten Böschungen steht es hingegen weniger gut. Sie sind unternutzt, teilweise verbuscht oder intensiv genutzt mit einem sehr geringem Blütenangebot. Manche dieser «wertlosen» Böschungen hätten aber durchaus das Zeug zur Naturoase: Besonders gegen Süden ausgerichtete, steile Borde bieten ideale Bedingungen für viele seltene Magerwiesenarten. Diese Böschungen will Pro Natura Zug in den kommenden Jahren aufwerten – damit sie ihr ökologisches Potenzial künftig entfalten können.  

Neben den Aufwertungen läuft auch die Bestandesaufnahme weiter: In den nächsten Jahren wird Pro Natura die Borde der restlichen Gemeinden des Kantons Zug ins Inventar aufnehmen.

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