Bauarbeiten an neuer Siedlung © Matthias Sorg

Gemeindeportrait Siedlung und Bauzonen

Wie gross sind die Bauzonen von Aadorf und Ascona? Wie viel Siedlungsfläche braucht jeder Einwohner von Bassecourt und Bonaduz? Wie hat sich die Siedlungsfläche in Cevio und Chur in den letzten 20 Jahren verändert? Wie viel unbebaute Bauzonen gibt es an meinem Wohnort.

Diese und weitere aufschlussreiche Antworten liefert ein Klick auf die Gemeinden in der Karte. Lassen Sie sich überraschen. Finden Sie heraus, welche Gemeinde Fläche spart, und wo die Siedlung das Land auffrisst.

Siedlungsfläche/Einwohner m2
Rot: 0 bis 500 m2 | Grau: 500 bis 1000 m2 | Grün: mehr als 1000 m2

Erklärungen zu Begriffen

Siedlungsfläche

In der periodisch erhobenen Arealstatistik erfasst das Bundesamt für Statistik die Siedlungsflächen, Landwirtschaftsflächen, bestockten Flächen und die unproduktiven Flächen. Die Siedlungsfläche setzt sich zusammen aus Gebäudeareal, Industrie- und Gewerbeareal, Verkehrsflächen, Erholungs- und Grünanlagen sowie besonderen Siedlungsflächen (z.B. Deponien oder Anlagen zur Energiegewinnung und Abwasserreinigung.

Die Siedlungsfläche macht heute rund 6% der Landesfläche aus. Sie hat zwischen 1979 und 2009 fast um einen Viertel (23%) zugenommen. Das Nachhaltigkeitsziel des Bundesrates ist ein Maximum von 400 m2 Siedlungsfläche pro Einwohner. Vielerorts wird der Wert aber bereits überschritten. Der Auftrag aus Bundesverfassung (Art. 75) und Raumplanungsgesetz (Art.1), mit der nicht erneuerbaren Ressource Boden haushälterisch umzugehen, wird nicht erfüllt.

Bauzone

Die kommunalen Nutzungspläne gliedern das Gemeindegebiet in Bau-, Landwirtschafts- und Schutzzonen. „Bauzonen umfassen Land, das sich für die Überbauung eignet und weitgehend überbaut ist oder voraussichtlich innert 15 Jahren benötigt und erschlossen wird“ (Art. 15 RPG). Die 2009 erstmals veröffentlichte Bauzonenstatistik des Bundesamts für Raumentwicklung zeigt, dass sehr viele Gemeinden viel mehr Bauzonen ausgeschieden haben, als innert 15 Jahren benötigt wird.

Unüberbaute Bauzone

Gemäss Bauzonenstatistik waren 2007 38'000 bis 53'000 Hektaren bzw. 17 bis 24% der Bauzonen nicht überbaut. Die beiden Werte gehen auf zwei unterschiedliche Arten der Berechnung zurück. In den Gemeindeangaben erscheinen ebenfalls beide Werte.
Darin nicht enthalten sind die inneren Reserven, d.h. überbaute Bauzonen, deren maximal zulässige Nutzung nicht ausgeschöpft ist oder brach liegende bebaute Flächen (z.B. leerstehende Industrieareale). Die Bauzonenstatistik schätzt, dass diese Art der zusätzlichen Reserven weitere 15'000 Hektaren ausmacht.

Verwendete Daten

BFS, Arealstatistik 1979/85 und 2004/09

Datensatz Arealstatistik Standard - Gemeindedaten nach 4 Hauptbereichen (su-b-02.02-as-gde-04). (Siedlungsfläche der Kantone SG, GR und VD z.T. nach Arealstatistik 1992/97, solange in der Arealstatistik 2004/09 noch nicht publiziert.)

BFS, Bevölkerungsstatistik 2009

Datensatz Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung (Total) nach Bezirken und Gemeinden (su-d-01.02.02.01.15)

ARE, Bauzonenstatistik 2007

Bauzonengrösse, unbebaute Bauzonen aller Gemeinden

Folgende Kantone publizieren detaillierte Daten zur Flächennutzung

Zürich, Luzern, Genf, Solothurn, Aargau, Schaffhausen, Basel Landschaft, Zug