Kaltbrunner Riet Klaus Robin
St. Gallen

Naturschutzgebiet Kaltbrunner Riet (SG)

Hospiz für weit gereiste Gäste

Im Frühling und Herbst herrscht Hochbetrieb im Kaltbrunner Riet. Auf ihren weiten Flügen, zwischen Nord und Süd, nutzen Zugvögel das Feuchtgebiet gerne für einen Zwischenstopp. Das reichhaltige Angebot an Nahrung - sowie die Rastplätze am offenen Wasser und in den Sumpfwiesen - sagt insbesondere Wat- und Wasservögeln zu.

Ohne ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem gäbe es dieses «Hotel» längst nicht mehr: Während der Melioration Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die gesamte untere Linthebene entwässert. Dadurch fielen riesige Riedflächen trocken. Nur dieses relativ kleine Gebiet bei Uznach blieb für die Tier- und Pflanzenwelt erhalten.
Die Bewässerung ist im Sommer so gewährleistet, dass sich die typischen Riedwiesenpflanzen entwickeln und Amphibien laichen können. Dabei wird der Wasserspiegel auf ein konstantes Niveau reguliert, damit die Nester der bodenbrütenden Vögel nicht überschwemmt werden. Im Herbst wird das Gebiet trockengelegt, um eine Mahd der Streuwiesen - sowie Unterhaltsarbeiten an Bewässerungsgräben - zu ermöglichen.

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Der flache Spazierweg eignet sich sehr gut für Familienausflüge mit Kleinkindern. Zwei Beobachtungstürme bieten spannende Aussichten auf die Brutplätze einheimischer Vögel und die Rastplätze durchziehender Zugvögel. Eine Ausstellung im Infozentrum vermittelt Wissenswertes zum Naturschutzgebiet und seinen Bewohnern. Das Infozentrum ist an den Wochenenden von Mitte März bis Ende Juni geöffnet. Auf Anfrage wird der Schlüssel zur Ausstellung, für Besuche ausserhalb der Öffnungszeiten, auch per Post zugestellt. Führungen für Gruppen oder Schulklassen sind möglich (auf Anfrage).