Schneeglöcklein

Wie das Schneeglöckchen seine Farbe verschenkte

04.02.2019

Nicht nur uns entzücken die ersten Boten des Frühlings. Auch für Bienen und andere Insekten sind Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) besonders attraktiv, weil sie nach dem Winter eine der wichtigsten Futterquellen sind.

Unser menschliches Auge nimmt die Blüten als reinweiss wahr, doch Bienen und Hummeln sehen mehr: Das Schneeglöckchen absorbiert UV-Licht und hebt sich dadurch deutlich von der Umgebung ab, um von den Insekten erblickt zu werden. Es blüht in Gärten und teils auf Rasenflächen und Wiesen in Europa und Südwestasien.

Schnee und Schneeglöcklein

Eine Legende erzählt, dass Gott, als er die Schöpfung vollendet hatte, zuletzt den Schnee schuf, ihm aber keine Farbe gab. So wanderte der Schnee von einer Blume zur andern und bat sie, ihm doch etwas von ihrer Farbe abzugeben. Doch keine erfüllte seinen Wunsch. Bis schliesslich das Schneeglöckchen mitleidig sagte: «Wenn dir mein Mäntelchen gefällt, kannst du es gern haben». Seitdem ist der Schnee weiss; und das Schneeglöckchen die einzige Blume, die er in seiner Nähe duldet und der er nichts zuleide tut.