Erklärungen zu Begriffen und Daten

Siedlungsfläche
In der periodisch erhobenen Arealstatistik erfasst das Bundesamt für Statistik die Siedlungsflächen, Landwirtschaftsflächen, bestockten Flächen und die unproduktiven Flächen. Die Siedlungsfläche setzt sich zusammen aus Gebäudeareal, Industrie- und Gewerbeareal, Verkehrsflächen, Erholungs- und Grünanlagen sowie besonderen Siedlungsflächen (z.B. Deponien oder Anlagen zur Energiegewinnung und Abwasserreinigung.
Die Siedlungsfläche macht heute rund 6% der Landesfläche aus. Sie hat zwischen 1979 und 2009 fast um einen Viertel (23%) zugenommen. Das Nachhaltigkeitsziel des Bundesrates ist ein Maximum von 400 m2 Siedlungsfläche pro Einwohner. Vielerorts wird der Wert aber bereits überschritten. Der Auftrag aus Bundesverfassung (Art. 75) und Raumplanungsgesetz (Art.1), mit der nicht erneuerbaren Ressource Boden haushälterisch umzugehen, wird nicht erfüllt.

Bauzone
Die kommunalen Nutzungspläne gliedern das Gemeindegebiet in Bau-, Landwirtschafts- und Schutzzonen. „Bauzonen umfassen Land, das sich für die Überbauung eignet und weitgehend überbaut ist oder voraussichtlich innert 15 Jahren benötigt und erschlossen wird“ (Art. 15 RPG). Die 2009 erstmals veröffentlichte Bauzonenstatistik des Bundesamts für Raumentwicklung zeigt, dass sehr viele Gemeinden viel mehr Bauzonen ausgeschieden haben, als innert 15 Jahren benötigt wird.

Unüberbaute Bauzone
Gemäss Bauzonenstatistik waren 2007 38'000 bis 53'000 Hektaren bzw. 17 bis 24% der Bauzonen nicht überbaut. Die beiden Werte gehen auf zwei unterschiedliche Arten der Berechnung zurück. In den Gemeindeangaben erscheinen ebenfalls beide Werte.
Darin nicht enthalten sind die inneren Reserven, d.h. überbaute Bauzonen, deren maximal zulässige Nutzung nicht ausgeschöpft ist oder brach liegende bebaute Flächen (z.B. leerstehende Industrieareale). Die Bauzonenstatistik schätzt, dass diese Art der zusätzlichen Reserven weitere 15'000 Hektaren ausmacht.