Pro Natura Tiere der Jahre 2003 bis 1998

Der Schwalbenschwanz - Tier des Jahres 2003

Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) ist das Tier des Jahres 2003. Er steht für das Schicksal der meisten Tagfalter in der Schweiz. Sie sind zwar schön, harmlos und populär. Doch viele Schmetterlinge sind aus weiten Teilen unseres Landes verschwunden. Vor allem unter der intensiven Landwirtschaft haben die bunten Flatterer gelitten. Pro Natura will mit dem Tier des Jahres auf dieses Schicksal aufmerksam machen – und startet 2003 eine Kampagne zu Gunsten der Schmetterlinge.

 

Die Waldameise - Tier des Jahres 2002

Die kleinen Ameisen haben eine grosse Wirkung auf das Ökosystem. Besonders die Waldameisen erfüllen im Wald wichtige Funktionen als «Gesundheitspolizei». Da die Waldameisen für das Ökosystem bedeutend sind, sind sie durch das Gesetz geschützt. Dennoch sind drei der sechs Arten auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Die grösste Gefährdung erfolgt durch die Zerstörung der Lebensräume und der Nester.

 

Der Steinadler - Tier des Jahres 2001

Der Steinadler zeigt, dass nachhaltiger Erfolg im Naturschutz möglich ist. Erst 1953, kurz vor der Ausrottung, stellte der Bundesrat den Raubvogel unter Schutz. Pro Natura - der damalige Schweizerischer Bund für Naturschutz - bezahlte jahrzehntelang Entschädigungen für Adlerschäden an private Schafhalter, um Konflikte zu entschärfen. Vor 50 Jahren beinahe ausgerottet, geht es dem «König der Lüfte» heute gut.

 

Der Luchs - Tier des Jahres 2000

Der Luchs ist in der Schweiz noch nicht über den Berg - sowohl buchstäblich wie im übertragenen Sinn. Pro Natura will erreichen, dass Luchse wieder im ganzen Alpenraum eine Heimat finden. Nur so ist gewährleistet, dass die grosse Raubkatze unserer Wälder langfristig in gesunden Beständen überlebt. Pro Natura setzt auf sachliche, spannende Information über den Luchs, um diesem Ziel näherzukommen.

 

Der Laubfrosch - Tier des Jahres 1999

Der Laubfrosch ist eine der am stärksten bedrohten Amphibienarten in Europa. In der Schweiz gilt er als stark gefährdet, hauptsächlich aufgrund der grossflächigen Zerstörung von Auengebieten und strukturreicher Feuchtgebiete. Viele der bisherigen Lebensräume können nur mit grossem Pflegeaufwand erhalten bleiben. Pro Natura setzt sich deshalb für die Schaffung von Auen ein.

 

Der Biber - Tier des Jahres 1998

Biber fühlen sich am wohlsten in natürlichen ungestörten Fliessgewässern. Deshalb braucht es mehr natürliche und naturnahe Lebensräume. An aufgewerteten Fliessgewässern fühlt sich nicht nur der Biber wohl, sondern auch Äsche, Eisvogel und viele weitere Tier- und Pflanzenarten. Dazu sind Auen attraktive Erlebnis- und Erholungsräume für den Menschen. Pro Natura macht mit konkreten Projekten den Weg frei für den putzigen Nager.