Hecht © Zekhuis / Saxifraga

Toller Hecht hält Hochzeit

26.03.2019

Mit den eigenen Artgenossen macht der Hecht (Esox lucius) oft kurzen Prozess. Doch im März zeigt er sich von seiner sanften Seite.

Sobald die Wassertemperaturen über fünf Grad Celsius steigen, zeigt sich der grösste Raubfisch der Schweiz von seiner sanften Seite: Die «tollen Hechte» halten Hochzeit. In seichten, pflanzenreichen Uferbereichen von Seen finden sich die geschlechtsreifen Hechte zur Fortpflanzung ein.

Das Weibchen legt über 100‘000 Eier ins Wasser. Mehrere Männchen geben ihren Samen dazu, um sie zu befruchten. Diese Eier werden im Wasser klebrig und haften an den Wasserpflanzen. Nach 10 bis 15 Tagen schlüpfen die Hecht-Larven und ernähren sich zunächst von Plankton.

Geborene Jäger

Kaum sind die Minihechte fünf Zentimeter gross, werden sie bereits zum Jäger. Sie stellen auf ihre Hauptnahrung um: Fische. Nicht nur artfremde, auch die eigenen Artgenossen werden dabei nicht verschont.

Ein schnabelförmiges Maul mit messerscharfen, nach hinten gebogenen Zähnen charakterisiert den grossen Jäger. Die Zähne richten sich auf, wenn der Hecht eine Beute packt. Hechte werden 50 bis 100 cm lang. Auch Prachtexemplare von 150 cm Länge und über 20 kg Gewicht sind bekannt.

Lebensraum: Ruhig und krautreich

Der Hecht bevorzugt langsam fliessende Flüsse und Seen mit vegetationsreichen Ufern. Je nach Lebensraum variiert seine Färbung von grün über braun bis graubraun. In der Schweiz ist der Hecht vor allem in den Gewässern des Mittellandes verbreitet. Man findet ihn auch in Nord- und Mitteleuropa, Asien und Nordamerika.

 

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