Schmetterling Schwalbenschwanz auf Blumenwiese

Unser Ratgeberteam

Wie kann ich Wildfallen in meiner Wohnumgebung vermeiden? Was kann ich für Igel tun? Woran erkenne ich einen Engerling? Diese und ähnliche Fragen zur Natur und Umwelt beantwortet das Pro Natura Ratgeber-Team gern.

Haben Sie Fragen zu einheimischen Tieren und Pflanzen, Lebensräumen, Natur- und Artenschutz oder Pro Natura? Die Biologinnen Sabine Mari und Barbara Steiner beantworten sie rasch und kompetent.

Das kleine, gut eingespielte Team unterstützt Sie auch bei Vorträgen und schriftlichen Arbeiten in Schule und Weiterbildung sowie bei der Vorbereitung des Unterrichts mit Informationsmaterial und Literatur zu verschiedenen Themen.

Häufige Fragen an den Pro Natura Ratgeber

Sind die dicken, weissgrauen Maden im Kompost Engerlinge?

Was Sie in Ihrem Kompost gefunden haben, sind tatsächlich Engerlinge, denn so werden die Larven aller Blatthornkäferarten bezeichnet, also zum Beispiel auch jene des Maikäfers. Aus Furcht vor einer Maikäferplage vernichten leider viele Hobbygärtner solche Larven gnadenlos.

Doch bei den Engerlingen im Kompost handelt es sich nicht um die Larven des Maikäfers, sondern um jene des Rosenkäfers. Die Rosenkäfer-Engerlinge, deren Entwicklung zwei Jahre dauert, bevorzugen vermoderndes Holz. Da dies in unseren aufgeräumten Wäldern rar geworden ist, haben sie im Kompost ein wichtiges Ersatzbiotop gefunden. Abgestorbenes Pflanzenmaterial dient Ihnen hier als Nahrung. Wenn Sie die Engerlinge also in Ihrem Kompost lassen, helfen diese, Garten- und Rüstabfälle in Humus zu verwandeln, bevor sie schliesslich zu prächtig schillernden Käfern werden.

Die Larven des Mai- und Junikäfers hingegen treten nicht im Kompost auf. Sie leben im Boden und ernähren sich von den Wurzeln lebender Pflanzen. Wer dennoch Zweifel hat, kann die Probe aufs Exempel machen: bewegt sich eine Larve auf einer ebenen, glatten Unterlage in Rückenlage fort, handelt es sich um eine Rosenkäferlarve. Die Larven der Maikäfer würden seitlich kriechen und jene des Junikäfers in Bauchlage.

Rosenkäfer © Susanna Meyer
Gibt es einen Unterschied zwischen Winterschlaf und Winterruhe?

Ja. Winterschlaf und Winterruhe sind zwei unterschiedliche Strategien, die Säugetiere benutzen, um die ungünstigen Lebensbedingungen des Winters zu überstehen.

Igel, Fledermäuse, Murmeltiere, Siebenschläfer und Haselmäuse zum Beispiel machen einen Winterschlaf (Hibernation). Sie verfallen über einen längeren Zeitraum in einen Ruhezustand, bei dem die Lebensfunktionen herabgesetzt werden. Die Körpertemperatur wird auf knapp über null Grad abgesenkt und der gesamte Stoffwechselumsatz, wie Atmung und Herzschlagfrequenz, reduziert. Während dieser Zeit nehmen die Tiere keinerlei Nahrung zu sich, sondern zehren von ihren Fettreserven. Bei einigen Arten kommt es vor, dass sie den Winterschlaf kurz unterbrechen.

Die Winterruhe wird bei Dachs und Eichhörnchen beobachtet. Sie ist zu vergleichen mit einem tiefen, ruhigen Schlaf, dessen Dauer abhängig von den Witterungsbedingungen ist. Im Gegensatz zum Winterschlaf werden die Körperfunktionen dabei nicht eingeschränkt. Die Winterruhe wird manchmal zur Nahrungsaufnahme unterbrochen.

Sie können Ihre Anfragen brieflich oder telefonisch an uns richten oder per E-Mail an unsere Mailbox mit Betreff Ratgeber. Eine Bitte: Senden Sie uns weder lebendige noch tote Tiere und Pflanzen zur Bestimmung.


Pro Natura Ratgeber Postfach 4018 Basel Tel.: 061 317 91 91 @email


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