Zwergzebus auf der Weid © Pro Natura, Corinne Vonlanthen

Zwergzebus im Einsatz für Trockenweiden

Pro Natura engagiert sich für die Entbuschung von Trockenstandorten in Zeneggen im Wallis und ermöglicht damit die Wiederaufnahme der Beweidung.

Die farbig blühenden Trockenwiesen und -weiden gehen in der Schweiz dramatisch zurück – und damit auch viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Pro Natura wirkt dieser Entwicklung erfolgreich entgegen: In der Gemeinde Zeneggen im Wallis roden und entbuschen wir seit 2017 zugewachsene Wiesen und Weiden. So machen wir ein sinnvolles und angepasstes Bewirtschaften dieser aufgelichteten Trockenstandorte möglich. 

Unersetzbarer Lebensraum im Berggebiet

Die Trockenwiesen und –weiden in der Gemeinde Zeneggen bieten unersetzbaren Lebensraum für unterschiedliche Tiergruppen: Reptilien, Schmetterlinge, Heuschrecken und bodenbrütende Vögel  tummeln sich in den lichtreichen Flächen. Mit der Umsetzung dieses Projektes stoppen wir deren Verbrachung und Verbuschung – und fördern damit die charakteristischen, lichtbedürftigen Arten dieser Trockenstandorte.

Zwergzebus als Landschaftspfleger

Diese kleinen Rinder stammen ursprünglich aus Südasien, sind aber heute in ganz Europa verbreitet. Durch ihr geringes Gewicht verursachen sie kaum Trittschäden. Leicht, geländegängig, immer auf der Suche nach Buschwerk: Mit diesen Eigenschaften gelten die Zebus als ideale Landschaftspfleger. Insbesondere dort, wo artenreiche Weiden gefördert werden sollen. Diese widerstandsfähigen und genügsamen Tiere setzen wir in Zeneggen zur Beweidung der Steilhänge ein.