Mediencommuniqué

Die Herausforderungen in den Gemeinden verlangen ein neues Raumplanungsgesetz

31.01.2013

An der Tagung von Pro Natura unter dem Patronat des Schweizerischen Gemeindeverbandes am 31. Januar 2013 diskutierten über 100 Expertinnen und Experten in Sursee LU kreative und praktische Beispiele für Siedlungen der Zukunft. Eines wurde deutlich in dieser Experten-Runde: Die Gemeinden der Zukunft brauchen als Basis das neue Raumplanungsgesetz, über das am 3. März 2013 abgestimmt wird. Dieses schafft die notwendigen Voraussetzungen für eine durchdachte und attraktive Entwicklung von Siedlungen in der ganzen Schweiz.

 

Es gibt sie, die guten Beispiele von Land sparenden Siedlungen in der Schweiz. Drei solche Gemeinden haben an der Tagung von Pro Natura zum Thema «Dichter bauen, schöner wohnen – ein Widerspruch?» heute in Sursee ihre modernen Entwicklungskonzepte präsentiert: Fontenais JU, Haldenstein GR und die Gastgeberstadt Sursee LU. Über 100 Raumplanungsexpertinnen, Siedlungsentwickler, Vertreterinnen von Gemeinden sowie Architektinnen und Planer diskutierten über die Siedlungen der Zukunft. Eines wurde deutlich: Boden ist ein endliches Gut und dessen Nutzung muss sich entwickeln. Bessere gesetzliche Grundlagen für ein platzsparendes Bauen werden von den Fachleuten begrüsst. Zudem ist klar: Die Raumplanung wird fortan für die Bevölkerung und mit ihr betrieben werden.

 

Raumplanungsgesetz als Chance für bessere Siedlungen

Anreize für eine Siedlungsentwicklung nach innen statt in die unbebauten Flächen am Rand von Gemeinden sind dringend nötig, um die Dorfzentren lebendig zu halten und attraktive Wohngebiete mit einem Naherholungsangebot zu schaffen oder zu bewahren. In aufgewerteten Zentren sehen Expertinnen und Experten einen Gewinn sowohl für die Wohnbevölkerung als auch für die Wirtschaft: Dichtere und lebenswerte Siedlungen sparen Infrastrukturkosten und machen Dorfkerne attraktiver für die Wohnbevölkerung, aber auch für kleine und mittlere Betriebe, die zu einem lebendigen Dorfleben gehören.

 

((Box:))

Breite Unterstützung für ein Ja zum Raumplanungsgesetz

Am 3. März hat die Stimmbevölkerung die grosse Chance, die Zersiedelung zu bremsen. Mit der Annahme des revidieren Raumplanungsgesetzes werden übergrosse Bauzonen verkleinert und die Entwicklung der Schweiz bodenschonender. Unter Federführung von Pro Natura setzen sich über 40 Organisationen, Parteien und Verbände für das Raumplanungsgesetz ein, darunter der Schweizerische Gemeindeverband, der Städteverband, der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA, der Fachverband Schweizer Raumplaner FSU, alle Baudirektoren der Kantone (mit einer Ausnahme) sowie Mieterinnen- und Mieterverband. Die komplette Liste der Unterstützenden für ein JA zum Raumplanungsgesetz ist einsehbar unter www.ja-zum-raumplanungsgesetz.ch.

 

Internet:

www.pronatura.ch/landschaften

www.pronatura.ch/raumplanung

www.ja-zum-raumplanungsgesetz.ch

 

Weitere Auskünfte:

Jan Guerke, Pro Natura, Koordinator der Kampagne «Landschaften fürs Leben», jan.guerke@pronatura.ch

Medienstelle Pro Natura: Roland Schuler, Tel. 061 317 92 24, 079 826 69 47, roland.schuler@pronatura.ch

Zurück