Mediencommuniqué

Pro Natura Zentrum Champ-Pittet – Saison 2012: Untermieter aus einer anderen Welt in Champ-Pittet

15.03.2012

Am kommenden Wochenende eröffnet das Pro Natura Zentrum Champ-Pittet bei Yverdon-les-Bains die Saison 2012. Die Fledermäuse spielen eine Hauptrolle im Jahresprogramm. Je nach Land gelten diese erstaunlichen Säugetiere als Unheil- oder als Glücksbringer. Bei uns sind die Fledermäuse sehr wichtig, zum Beispiel wenn sie jede Nacht Tausende von Mücken vertilgen. Grund genug, ihnen unter dem Schlossdach einen eigenen Raum zu widmen. Auch die Ausstellung «Bodenschätze», die in die Tunnels des Regenwurms blickt, kann noch bis November besucht werden. Zwischen Regenwurm und Fledermaus bleibt im Dachstock von Champ-Pittet garantiert kein Platz für Langeweile.


Sie scheinen aus einer anderen Welt zu kommen und wohnen doch häufig unter demselben Dach wie wir. Fledermäuse leben diskret — nachtaktiv, faszinierend und geheimnisvoll. Pro Natura hat einen ihrer Vertreter zum Tier des Jahres 2012 gekürt: das Braune Langohr. Wer im Fledermaus-Raumschiff unter dem Dach im Pro Natura Zentrum Champ-Pittet Platz nimmt, wird die Flugsäuger besser kennenlernen. Man kann Knöpfe, Tasten und Hebel bedienen und erfährt, wie sie mit ihren Ohren «sehen» oder warum sie im Laufe des Jahres ihr Quartier wechseln. Wie immer im Pro Natura Zentrum Champ-Pittet gilt: «Bitte alles berühren …!». Nach dem Ausstellungsbesuch geht’s zum Versteckspiel: Rund um das Zentrum sind fünf Unterschlüpfe zu finden, in denen sich Fledermäuse verbergen. Jeder Besucher nimmt eine Fülle von Ideen und Ratschlägen mit, um die nachtaktiven Flattertiere auch am eigenen Wohnort zu fördern. Die Ausstellung besteht grösstenteils aus Alt- oder Recyclingmaterial, was für eine Ästhetik in der Art des «steampunk» sorgt (Steampunk auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Steampunk).


Zur Unterstützung der Ausstellung kann man im Laden des Zentrums Fledermaus-Guano kaufen. Dieser gehaltvolle Dünger stammt von Dachböden im Freiburgerland, wo das Grosse Mausohr seine Kolonien zur Aufzucht der Jungen hat. Im Garten bewirkt der Guano Wunder.

 

Ein Tag in der Natur
Ein einziger Besuch im Pro Natura Zentrum Champ-Pittet reicht kaum mehr aus, so umfassend ist das Angebot inzwischen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: das Naturschutzgebiet Grande Cariçaie mit seinen Wegen und Beobachtungstürmen; die spielerischen Rundgänge, auf denen die Kinder nicht nur lernen, sondern sich auch bewegen können; die Kunstausstellungen und die Schaugärten. Ausserdem können Interessierte an verschiedenen Führungen teilnehmen, sei es im Ried oder rund um das Gebäude. Das Jahresprogramm ist im Zentrum erhältlich oder unter www.pronatura-champ-pittet.ch.

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Vielseitiges Programm

 

Noch mehr Fledermäuse, aber diesmal in der Kunst
Der Tiermaler Pierre Baumgart hat alle dreissig einheimischen Fledermausarten in Bleistiftzeichnungen porträtiert. Er skizzierte die kleinen Säuger mit viel Geduld während langer Nächte, in denen er Fledermausspezialisten ins Gelände begleitete. Den Auftrag für diese Arbeit hatte die Westschweizer Koordinationsstelle für Fledermausschutz erteilt — ein spannendes Projekt, das nur dank der Naturbegeisterung von Pierre Baumgart möglich war. Der Künstler verzichtete bewusst auf ein nachträgliches Überarbeiten der massstabgetreuen Skizzen. Für die Ausstellung wurden sie vierfach vergrössert und auf Stoff gedruckt. Diese gezeichneten Momentaufnahmen werden von einer Fotoserie von Dietmar Nill begleitet. Er ist international bekannt für seine wunderbaren Fotografien jagender Fledermäuse und seit Neustem für seinen Film «Belles de nuit», der von Arte produziert wurde.


Nächtliche Luftakrobaten
Der französische Fotograf Eric Médard zeichnet für die diesjährige Tonbildschau verantwortlich. Er entführt uns in die Heckenlandschaft seines Wohnorts. Am Nachthimmel überraschen uns Fledermäuse, Steinkauz und Schleiereule, während Baum- und Steinmarder durch die Umgebung streifen. Stimmung garantiert!


Besuch im Bienenstock
Für Gruppen gibt es ein neues Angebot: In Begleitung der Imkerin von Champ-Pittet tauchen sie in die spezielle Atmosphäre eines zwölfeckigen Bienenstocks ein und erhalten Antworten auf alle möglichen Fragen zur Honigbiene. Das Angebot richtet sich an sämtliche Altersgruppen und kann sowohl an die Bedürfnisse von Erwachsenen als auch von Kindern angepasst werden. Nur in französischer Sprache und auf Anmeldung.


Mit dem Spaten in der Hand
Wer wissen will, wie man mit der Grelinette, einer Grabgabel, den Boden schonend lockert oder wie eine Gründüngung funktioniert, meldet sich am besten für einen der Kurse zum biologischen Gartenbau an. Die halbtägigen Anlässe, die eine Mischung aus wenig Theorie und viel Praxis sind, finden ab Mai statt.

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Das Zentrum ist vom 17. März bis 4. November 2012 geöffnet, Dienstag bis Sonntag, an Feiertagen auch montags, immer von 10 Uhr bis 17.30 Uhr.


Vernissage: Freitag, 16. März, 18 Uhr


Internet: www.pronatura-champ-pittet.ch

 

Pressebilder: www.pronatura-champ-pittet.ch > Presse

 

Weitere Auskünfte:
Sophie Ortner, Leiterin a.i. des Pro Natura Zentrums

Tel. 079 734 07 36, sophie.ortner@pronatura.ch

 

Dieses Communiqué erscheint auch auf Französisch und unter www.pronatura.ch/medien.

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