Eine Frau wandert in den Bergen und überquert einen Bach © Matthias Sorg

Freizeitaktivitäten in der Natur

Egal ob zum Sport, als Ruheort oder Inspirationsquelle: Gehen wir raus in die Natur, teilen wir sie mit anderen Lebewesen. Unsere Auswirkungen sollten dabei möglichst gering sein. So bleibt die Natur für Tiere und Pflanzen sowie kommenden Generationen erhalten.

Wir alle sind gerne draussen für Freizeit und Sport – zunehmend zu allen Tageszeiten, bei jeder Witterung und rund ums Jahr. Dies auch in den abgelegensten Wäldern, tiefsten Bergtälern und höchsten Alpengipfeln. Die Folgen für die Natur beachten wir dabei oft zu wenig.

Mehr Mobilität, mehr Freizeit und ein grösseres Angebot

Moderne Trendsportarten wie Canyoning oder Stand Up Paddeln haben zugenommen. Früher wenig ausgeübte Sportarten wie Schneeschuhwandern wurden «neu entdeckt». Wir verwenden draussen vermehrt technische Geräte wie E-Mountainbikes, Motorschlitten oder Drohnen. Und mit der verbesserten Infrastruktur gewinnen mehr Leute Freude am Wandern, Mountainbiken und an Skitouren.

Fakt ist: Wir sind heute mobiler denn je. Wir haben mehr Freizeit und geben gerne Geld dafür aus. Die Prioritäten unserer Gesellschaft haben sich geändert. 

Achten, was wir lieben

Nicht alle unsere Aktivitäten in der Natur sind gleich problematisch. Nicht immer ist auf den ersten Blick erkenntlich, welche Schäden wir verursachen. Klar ist, dass wir durch unser Freizeitverhalten öfters Wildtiere aufscheuchen und zur Flucht zwingen. Dadurch verbrauchen die Tiere wertvolle Energie und ihre Verhaltensweisen werden durcheinandergebracht. Werden sie häufig gestört, hat dies Konsequenzen für ihren Lebensraum und auch ihre Fortpflanzung – und damit für ihr Überleben. Diese Problematik ist heute bekannt und belegt. Zudem sind viele Wildtiere bereits durch andere Faktoren gestresst, beispielsweise durch den Verkehr oder den Bau von Infrastrukturen. 

Unser Verhalten hat also direkten Einfluss auf grössere Wildtiere. Aber auch Kleintiere, die Vegetation und der Boden leiden darunter. Der Flächenverbrauch durch Wege oder Pisten nimmt zu und ihre übermässige Nutzung verursacht Trittschäden, Erosion oder Überdüngung.

Daher gilt es, sich vor dem Gang in die Natur Gedanken zu machen: Schädige ich mit meiner Aktivität die Natur? Falls wir unsicher sind, können wir uns auf verschiedenen Informationsplattformen schlau machen.

Sportmenschen und Touristen sensibilisieren

Häufig sind einfache Mittel und wenige Verhaltensregeln sehr effektiv, um einen respektvollen Umgang mit der Natur zu erreichen. Wir engagieren uns in Kampagnen oder unterstützen Vereinbarungen mit lokalen Vereinen wie beispielsweise beim Mountainbiken.

Bitte beachten Sie folgende Regeln