Die Bewirtschaftung beinflusst Wiesen und Weiden

Je mehr Dünger desto weniger Pflanzenarten
Gülleanwendung im Winterhalbjahr
Güllen im Winterhalbjahr

Je nährstoffreicher eine Wiese oder Weide ist, desto ärmer ist sie an Pflanzenarten. Rasch wachsende Arten, die an nährstoffreiche Böden und eine häufige Schnittnutzung angepasst sind, dominieren die meisten konkurrenzschwächeren Pflanzenarten des Grünlandes. Die Zahl der Pflanzenarten und damit auch der Kleintiere nimmt als Folge der Düngung ab.

Seltener und schonend Mähen zur Rettung der Kleintiere

 

  • Seltener Mähen ist die einfachste Massnahme zur Rettung von Kleintieren in Wiesen.
  • Temporäre Rückzugsflächen mit möglichst langer Grenzlinie sind eine weitere effektive Massnahme. Auf diesen rund 10% Wiesenfläche wird das Gras terminversetzt gemäht und damit Kleintieren Refugien geboten. So kann trotz regelmässiger Mahd zumindest ein Teil der Tiere auf der Fläche längerfristig überleben.
  • Beim Mähen sollte auf die Nutzung eines Aufbereiters verzichtet und das Befahren auf das absolute Minimum reduziert werden.Von allen Mähmaschinen beeinträchtigen Hand-Motorbalkenmäher – mit einer Schnitthöhe von rund 10 cm – die Kleintierfauna (Amphibien, Eidechsen, Heuschrecken, Nester von Raupen und Faltern) am wenigsten.
  • Ein Schnitt bei warmen Temperaturen hilft, dass wechselwarme Tiere flüchten können.
Abwechslungsreiche Landschaften bieten allen ein Zuhause
Steinhaufen am Rande von Wiesen bieten Wiesenbewohnern wie der Zauneidechse die Möglichkeit sich aufzuwärmen
Steinhaufen sind ein Element

Bleiben Kleinstrukturen in der Landschaft erhalten oder werden sie wieder neu errichtet, profitiert die Artenvielfalt. Strukturreiche Wiesen und Weiden weisen Asthaufen, Steinhaufen, Einzelbäume, Gebüschgruppen, Hecken, Kleingewässer oder Trockenmauern auf, die einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten als Lebensräume dienen.

 

Weitere Massnahme

 

  • Produktion von Bodenheu anstatt Silage.