Mehr Schutz den Alpen!

Alpine und voralpine Gebiete machen rund zwei Drittel der Schweizer Landesfläche aus. Sie beherbergen unsere letzten grossflächig naturnahen Landschaften sowie schutzbedürftige und seltene Tier- und Pflanzenarten.

 

Die Sektionen von Pro Natura arbeiten in zahlreichen Projekten an der Erhaltung der einmaligen Alpenwelt mit. Grosse und wichtige Pro Natura Schutzgebiete wie Vanil Noir oder das Hintere Lauterbrunnental liegen im Alpenraum.

 

Auf nationaler Ebene setzt sich Pro Natura für einen naturnahen und ökologisch verträglichen Tourismus ein. Denn die sensiblen Lebensräume in den Alpen kommen durch die zunehmenden Ansprüche von Tagestouristen und internationalen Feriengäste unter Druck. Insbesondere der unkoordinierte Ausbau der künstlich beschneiten Pisten stört Pro Natura. Die Eingriffe in die Landschaft durch Wasserleitungsbau und Bau von grossen Speicherseen sind massiv, der Strom- und Wasserverbrauch ist enorm.  

 

Internationale Alpenschutzkommission CIPRA

Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA koordiniert die Arbeiten der Organisationen und Personen, denen der Schutz der Alpen am Herzen liegt. Pro Natura ist Mitglied der CIPRA Schweiz und der CIPRA International.

 

Alpenkonvention

Die Alpenkonvention ist ein internationales Übereinkommen zum Schutz des Naturraums und zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung in den Alpen.

 

Kunstschnee und chemische Pistenpräparierungen

Pro Natura hat sich in den letzten Jahren immer wieder kritisch gegen die künstliche Beschneiung ausgesprochen. Prioritär geht es Pro Natura um den Schutz einmaliger Lebensräume im Berggebiet vor der Beeinträchtigung durch die künstliche Beschneiung. Pistenplanierungen und der Skibetrieb bedeuten an sich schon massive Eingriffe in die Umwelt. Riesige Speicherseen werden in urtypische Landschaften gegraben. Das Verlegen von Wasser- und Stromleitungen erfordert weitere umfangreiche Eingriffe mit schweren Baumaschinen. Dazu kommt, dass das Wasser für den Kunstschnee aus dem Fluss oder aus dem Speichersee gegenüber dem Naturschnee mineralienreicher ist und dadurch die Vegetation beeinflusst.

 

Freizeitaktivitäten

Natur und Wildtiere im Alpenraum geraten zunehmend unter Druck durch Touristen, Sportler und Erholungssuchende. Neue Trendsportarten und traditionelle Freizeitaktivitäten dringen immer weiter in bisher wenig erschlossene Täler und Gebirgszüge vor. Das führt zu einem erhöhten Konfliktpotenzial mit Wildtieren und ihren Lebensräumen.

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