Luchs im Wald © Christoph Oeschger

Luchs, Wolf und Bär sind zurückgekehrt

Grosse Beutegreifer gehören zur Tierwelt der Schweiz. Sie sollen kein zweites Mal ausgerottet werden.

Luchs, Wolf und Bär gehören zu unserer Tierwelt. Pro Natura freut sich, dass sie in ihren ursprünglichen Lebensraum zurückkehren. Um Vorurteile abzubauen, informieren wir die Bevölkerung. Mit Projekten und politischem Engagement setzen wir uns für mehr Toleranz gegenüber den Beutegreifern ein.

Rückkehr in angestammten Lebensraum

Vor hundert Jahren hatte der Mensch Luchs, Bär und Wolf ausgerottet.Auch deren Hauptbeutetiere waren ausgerottet oder stark dezimiert (Reh, Rothirsch, Gämse). Heute sind alle drei Arten in die Schweiz zurückgekehrt – so wie zuvor schon ihre Beutetiere. Der Luchs besiedelt Voralpen und Jura. Der Wolf wandert von Italien und Frankreich her in unser Land zurück. Seit 2012 gibt es sogar wieder Wolfsfamilien in der Schweiz. Und seit Sommer 2005 überqueren immer wieder Bären aus Norditalien die Landesgrenze.

Ein Zusammenleben ist möglich

Pro Natura ist sich bewusst, dass das Zusammenleben mit Wolf, Bär und Luchs neu und ungewohnt ist. Wir sind aber überzeugt, dass ein Nebeneinander möglich ist und setzen uns für konstruktive Lösungen ein. Dazu suchen wir das Gespräch mit den betroffenen Menschen und helfen mit, den Herdenschutz in der Schweiz praktisch umzusetzen. 

Grosse Beutegreifer und Landwirtschaft können nebeneinander existieren. Auf kontrollierten Weiden, behirtet oder regelmässig beaufsichtigt, sind Weidetiere vor Beutegreifern gut geschützt. Nur bei guter Weideführung tragen Schafe und Rinder auch zum Erhalt der Biodiversität in den Alpen bei. Nicht zuletzt ist Herdenschutz auch gelebter Tierschutz – die weitaus meisten Alpschafe sterben nicht wegen Wolfsangriffen, sondern aufgrund von Krankheiten, Stürzen oder Blitzschlägen!

Herdenschutzhunde sind ein wirksames Mittel, Schafe vor Angriffen von Beutegreifern zu schützen. Ein von Pro Natura mitfinanzierter Kurzfilm zeigt auf, wie man sich bei Begegnungen mit Herdenschutzhunden richtig verhält.

Wie verhält man sich gegenüber Herdenschutzhunden? (Lange Version)

Der Schutz darf nicht geschwächt werden

Wolf, Bär und Luchs sind gesetzlich geschützt. Trotzdem gibt es immer wieder Forderungen, die Anzahl Tiere durch Abschüsse zu reduzieren. Auch illegale Abschüsse sind nicht selten. Der Wolfsschutz wurde auf gesetzlicher Ebene bereits empfindlich geschwächt. Pro Natura ist überzeugt, dass es einen wirkungsvollen Schutz für das Überleben dieser Tierarten braucht – sonst werden sie ein zweites Mal ausgerottet! Wir wehren uns deshalb politisch gegen eine weitere Schwächung des gesetzlichen Schutzes von Wolf, Bär und Luchs und fordern, dass die Wilderei energisch bekämpft wird. 

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