Internationale Übereinkommen

Pro Natura nimmt zum Schutz der Biodiversität Einfluss auf Verhandlungen zu internationalen Konventionen und setzt sich für ihre Umsetzung in der Schweiz ein.


  • Die Berner Konvention schützt bedrohte, wildlebende Tiere und Pflanzen in Europa. Pro Natura engagiert sich für eine klare Umsetzung dieses Schutzes (etwa für den Wolf und den Rhone-Streber) und verlangt die sachgrechte Einrichtung des europaweiten Smaragd Netzwerks in der Schweiz.
  • Feuchtgebiete, die als Gebiete der Ramsar-Konvention ausgewiesen werden, haben eine internationale Bedeutung als Lebensraum für Wasser- und Watvögel. Diese Gebiete müssen mit Vorsicht genutzt werden. Gegenwärtig gibt es in der Schweizer nur 11 Gebiete. Pro Natura schlägt weitere Gebiete vor.
  • Die 10. Konferenz (COP 10) der UN-Biodiversitätskonvention (Convention on Biological Diversity, CBD) hat 20 sogenannte «Aichi-Ziele» verabschiedet, um den Artenverlust bis 2020 zu stoppen. Pro Natura fordert deren zügige Umsetzung im Rahmen der Schweizer Biodiversitätsstrategie.
  • Bei den Verhandlungen zur UN-Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) setzt sich Pro Natura dafür ein, dass Mechanismen zur Reduktion von Emissionen aus der Land- (LULUCF) und Forstwirtschaft (REDD) nicht nur dem Klima, sondern gleichzeitig der Biodiversität nutzen.
  • Die Erhaltung der Biodiversität muss in den Preis von Waren und Dienstleistungen eingerechnet werden und sich in der Handelspolitik (WTO, Freihandelsabkommen) niederschlagen.