Mediencommuniqué

Überwältigende Unterstützung für den Biber

15.04.2013

Die Schweizer Bevölkerung ist ausgesprochen biberfreundlich. Überwältigende 92% der Bevölkerung unterstützen die Rückkehr von «Meister Bockert». Dies ergibt eine repräsentative Umfrage des Instituts gfs-zürich im Auftrag von Pro Natura. Die Sympathie für den einheimischen Nager ist auf dem Land und in der Stadt ähnlich hoch. Besonders geschätzt wird die eindrückliche Leistung des Bibers als Landschaftsarchitekt.

 

Der Biber kehrt zurück in seine Heimat. In immer kürzeren Abständen stellen Fachleute Biberspuren an Bächen fest, an denen in den letzten Jahrzehnten keine Biber mehr vorkamen. Jüngstes Beispiel ist die Rückkehr des Nagers ins Oberbaselbiet. Das ist eine erfreuliche Naturschutzgeschichte. Mit ihrem Programm «Hallo Biber!» unterstützt Pro Natura die Rückkehr des Bibers in seine alte Heimat seit Jahren. Wo immer sich der Lebensraum von Mensch und Tier überschneiden, sind Tiere auf den Goodwill der Menschen angewiesen. Dass die Schweizerinnen und Schweizer dem faszinierenden Nagetier sehr viel Sympathie entgegen bringen, belegt eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag von Pro Natura: 92% bewerten die Rückkehr des Bibers in Schweizer Bäche und Flüsse als positiv oder sogar sehr positiv. Sie wollen darüberhinaus, dass der Rückkehrer geschützt bleibt (91%).


Kein Stadt-Land-Graben
Die Rückkehr des Bibers in seine angestammten Lebensräume geschieht indes nicht ohne Nebengeräusche. Einigen Landwirten oder Grundbesitzern wird er lästig, weil er sich beispielsweise an Zuckerrüben gütlich tut. Es werden daher immer wieder Rufe nach Abschüssen des geschützten Tieres laut. Rund Zweidrittel (68%) der Befragten sind Abschüssen gegenüber skeptisch oder ablehnend. Bemerkenswert: Es gibt keine wesentlichen Unterschiede in dieser Frage zwischen Stadt- und Landbevölkerung (siehe Grafiken auf Seite 2). In Konfliktsituationen zwischen Biber und Mensch ergreift eine Mehrheit von 53% Partei für die Interessen der Natur gegenüber den Ansprüchen von Grundeigentümern (29%, bei 18% Unentschlossenen).


Als Landschaftsarchitekt geschätzt
Wo immer Biber auftauchen, profitieren zahlreiche andere Tiere und Pflanzen. Indem der Biber Bäche aufstaut, verändern sich die Uferbereiche. Diese Feuchtgebiete bilden Lebensgrundlage für gefährdete Amphibien oder seltene Libellen. Diese grosse Bedeutung des Bibers für die einheimische Artenvielfalt anerkennen 86% der Bevölkerung. Sie schätzen ausserdem in hohem Mass die eindrücklichen Leistungen des Bibers als Landschaftsarchitekt. Für 78% der Befragten gewinnt eine Landschaft an Wert, wenn Biber sie mitgestalten. 

 


Internet:

www.pronatura.ch/hallobiber

www.hallobiber.ch

 

Weitere Auskünfte:
Mirjam Ballmer, Pro Natura Projektleiterin Naturschutzpolitik, Tel. 061 317 92 08, mirjam.ballmer@pronatura.ch

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