Naturschutz im Wald

Der Wald soll so genutzt werden, dass nicht nur der Rohstoff Holz für spätere Generationen verfügbar ist, sondern dass auch verschiedene andere Anliegen der Gesellschaft erfüllt werden. Die Vielfalt der Lebensräume mit ihren Tier- und Pflanzenarten soll weiter bestehen.

 

Folgende Ziele sind für den Naturschutz im Wald wichtig:

 

  • Mindestens 10 % der Waldfläche in der Schweiz werden als Naturwaldreservate der Natur vollständig überlassen. Weitere 8 % der Waldfläche werden als Sonderwaldreservate bewirtschaftet, wo traditionelle Nutzungsformen und besondere Pflegemassnahmen zugunsten der Artenvielfalt stattfinden.
  • Seltene Arten werden auch ausserhalb von Reservaten gefördert.

Und so erreicht Pro Natura diese Ziele:

Waldreservate

Über 7'000 Hektaren Fläche umfassen die gesicherten Pro Natura Waldreservate. Von sehr grossen Schutzgebieten (Gebirgswald im Nationalpark, 4800 ha) bis zu wertvollen Kleinodien reicht die Palette (Eichenwald Le Lessus, Ollon VD, 1 ha). Zahl und Grösse der Gebiete wachsen laufend.

 

Pro Natura will erreichen, dass mindestens 10 % der Waldfläche in der Schweiz als Naturwaldreservate der Natur vollständig überlassen werden. Weitere rund 8 % der Waldfläche sollen als Sonderwaldreservate bewirtschaftet werden, wo traditionelle Nutzungsformen und besondere Pflegemassnahmen zugunsten der Artenvielfalt stattfinden. Derartige Flächen besitzt und pflegt Pro Natura zum Beispiel auf dem Randen SH, am Immenberg TG und in Villnachern AG. Die verschiedenen Orchideen, die dort wachsen können, machen diese Wälder besonders wertvoll. Zusätzlich sollen auf 2 % der Waldfläche Altholzinseln ausgeschieden werden. Sie sorgen für einen höheren Anteil an Alt- und Totholz im Nutzwald.

 

Förderung seltener Arten: zum Beispiel der Alpenbock

Der Alpenbock hat besondere Ansprüche an seinen Lebensraum: Um sich fortzupflanzen legt das Weibchen seine Eier in totem Buchenholz an sonnigen Standorten ab. Dort schlüpfen die Larven und bleiben drei bis vier Jahre im Holz bevor sie als Käfer schlüpfen. Weil diese Bedingungen in unseren intensiv bewirtschafteten Wäldern nicht mehr so häufig sind, ist auch der Käfer selten geworden. Pro Natura setzt sich mit ihren Projekten erfolgreich für den Alpenbock ein.